26. Mai 2014 / Matthias Schulze

Zweitveröffentlichungsrecht: Möglichkeiten und Grenzen

In der Zeitschrift für Urheber- und Medienrecht (ZUM), 58 (5), S. 389-394, befassen sich die beiden Autoren Christof Bruch (Helmholtz Open Access Koordinationsbüro) und Thomas Pflüger (Hochschulabteilung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg) in ihrem Beitrag Das Zweitveröffentlichungsrecht des § URHG § 38 Abs. URHG § 38 Absatz 4 UrhG – Möglichkeiten und Grenzen bei der Anwendung in der Praxis intensiv mit dem Zweitveröffentlichungsrecht (ZVR), das am 1. Januar 2014 in Kraft getreten ist.

In der Zusammenfassung ist dort zu lesen:

"Das ZVR ist ein Schritt in die richtige Richtung, der auch international Beachtung findet. Leider bleibt er deutlich hinter den Positionen der EU zurück. Das zentrale Anliegen des ZVR, die rechtliche Absicherung des »Grünen Weges« zum Open Access, kann aufgrund der mit der Regelung verbundenen Bedingungen jedoch nur ansatzweise realisiert werden. Der Gesetzgeber sollte deshalb die Rücknahme einiger der Einschränkungen des ZVR prüfen. Für Publikationen, die aus grundfinanzierter universitärer Forschung stammen, sollte eine entsprechende Klarstellung im Gesetz erfolgen. Die Embargofrist sollte für Publikationen im Bereich der Naturwissenschaften sowie der Medizin und Technik auf sechs Monate verkürzt werden. Die Beschränkung auf bestimmte Werkarten sollte aufgegeben werden. Vor allem der stark wachsende Markt für auf Publikationsgebühren basierende Open Access Publikationen (»Goldener Weg«) hat eine Situation geschaffen, in der diese Erweiterungen des ZVR für die Verlage verkraftbar wären. Die technische Entwicklung verändert den Markt für wissenschaftliche Publikationen grundsätzlich. Der Erfolg von Open Access Verlagen zeigt, dass ein Festhalten an Geschäftsmodellen, die ihr Einkommen durch Erhebung von Kosten beim Leser erzielen, nicht alternativlos sind. Diese Einschätzung wird inzwischen auch von einer Reihe von deutschen Wissenschaftsverlagen geteilt."

Das Zweitveröffentlichungsrecht des § URHG § 38 Abs. URHG § 38 Absatz 4 UrhG – Möglichkeiten und Grenzen bei der Anwendung in der Praxis

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