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Bildveröffentlichungen für wissenschaftliche Publikationen: Ein Projekt mit dem Wikimedia Deutschland e.V. und dem Exzellenzcluster SimTech der Universität Stuttgart

Ausgangslage

Für wissenschaftliche Veröffentlichungen wird oft Bildmaterial verwendet, um Forschungsergebnisse anschaulich darzustellen. Das sind zum Beispiel Illustrationen, Computergrafiken aus Simulationen oder Fotografien, die als Belege dienen. Die Urheber*innen werden jedoch selten angegeben. Während die Angabe der Autor*innen bei Büchern oder viel häufiger für die Publikationen in Fachzeitschriften Standard ist, wird beim verwendeten Bildmaterial darauf verzichtet, wenn es selbst produziert wird. Auch bei Material von Dritten herrscht Unsicherheit bei der Nachnutzung, der Angabe von Lizenz- und Autoreninformationen. Vielfach ist die Quellenlage prekär. Bei Closed-Access-Veröffentlichungen in den Wissenschaftsverlagen gehen exklusive Nutzungsrechte an den Bildern an den Verlag über, sodass eine Verwendung für weitere Veröffentlichungen erschwert ist und Nutzungsentgelte anfallen.

Lösungsansatz

Die Urheber*innen veröffentlichen ihr Bildmaterial über Wikimedia Commons und haben mit der freien CC BY-SA oder CC BY-Lizenz alle Freiheiten für die eigene Nachnutzung. Als zentrales frei nutzbares Open-Access-Repositorium können Wissenschaftler*innen über die Metadaten das Material finden und werden für die urheberrechtskonforme Nutzung beim Download unterstützt. Über den Wissenschaftsbereich hinaus gibt es den Mehrwert der Nutzung für alle. Voraussetzung für die Akzeptanz in der Wissenschaft ist ein leichter, schneller Veröffentlichungsworkflow (der mit dem Upload-Assistenten bei Commons grundsätzlich gegeben ist) sowie ein arbeitsteiliges Vorgehen, das die Veröffentlichung von Redakteur*innen erlaubt, die nicht selbst Urheber*innen sind.

Alternativ wird für Daten und deren Postprocessing in Form von Bildern das Datenrepositorium der Universität Stuttgart (DaRUS) genutzt.

Workflows zur Arbeitserleichterung

Um den Lösungsansatz zu erproben, sind interessierte Wissenschaftler*innen und Institute eingeladen, die in der einschlägigen Handreichung vorgeschlagenen Workflows zu testen. Um Rückmeldung bei Verständnisfragen und Problemen wird gebeten.

Dieses Bild zeigt Sibylle Hermann

Sibylle Hermann

Dipl.-Ing.

Leitung Referat Publikationsdienste, Fachreferat,
Forschungsnahe Dienste, Drittmittelprojekte

Dieses Bild zeigt Stefan Drößler

Stefan Drößler

 

Fachreferat, Open-Access-Beauftragter, Koordination Publikationsserver OPUS, BMBF-Projekt Diamond Thinking, DFG-Projekt OA-Publikationskosten, OER

[Foto: Frank Wiatrowski]

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