8. April 2014 / Matthias Schulze

"Teurer als die Wissenschaft erlaubt"

Uni Konstanz bricht Verhandlungen mit Elsevier ab

Ende März hat die Universität Konstanz die Verhandlungen mit dem Wissenschaftsverlag Elsevier abgebrochen. In der Presseinformation der Universität heißt es hierzu u.a.:

"Aufgrund der erheblichen Verteuerung der Leistungen des Wissenschaftsverlages Elsevier in den vergangenen Jahren beschließt die Universität Konstanz, ihren Lizenzvertrag mit dem Großverlag für wissenschaftliche Fachzeitschriften nicht länger fortzuführen. Elsevier war bereits 2012 wegen seiner aggressiven Preispolitik in die Schlagzeilen geraten, als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler international im Rahmen der Initiative 'The Cost of Knowledge' zu einem Boykott dieses Verlages aufgerufen hatten. [...] Fachzeitschriften bilden in der Wissenschaft eine unabdingbare Grundlage für den wissenschaftlichen Austausch. Der Bezug von Wissenschaftsjournalen ist daher essentiell für die Forschung und Lehre einer Universität. 'Universitäten sind in gewisser Weise gezwungen, in Form von Abonnementgebühren ein Gut teuer zurückzukaufen, das eigentlich von ihren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern produziert wird', veranschaulicht Petra Hätscher, Direktorin des Kommunikations-, Informations-, Medienzentrums (KIM) der Universität Konstanz."

 
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