Open Educational Resources

Die Universitätsbibliothek bietet Beratung rund um das Thema Open Educational Resources (OER) an.

Was versteht man unter Bildungsressourcen oder „Educational Resources“?

Unter Bildungsressourcen (Educational Resources) werden diejenigen Medien / Materialien / Werkzeuge verstanden, die zur Planung, Durchführung, Evaluation von Lehre und Lernen eingesetzt werden:

  • Vorlesungsvideos, Skripte
  • Digitale oder gedruckte Lehrwerke
  • Vorträge, Teile von Vorträgen, Präsentationen
  • Kursunterlagen für Lernende und / oder Lehrende
  • Kurse - gepackt über ein OER-Repositorium, oder auch in einem Kursportal „gebrauchsfertig“ vorliegend, mit oder ohne Begleitmaterialien für die Lehre
  • Als aufbereiteter Online-Kurs (Beispiel) oder als Vorlesungsskript
  • Lehrbücher, Videos, Ideenskizzen, Anleitungen, Arbeitsblätter, Grafiken, Fotos, Simulationen, Projektberichte, Fragenpools
  • Tools
Globalen Logo für Offene Bildungsresourcen - Global OER Logo in German

Was bedeutet „Offenheit“ und wie kann sie erreicht werden?

Offenheit bezieht sich dabei primär auf rechtliche und technologische Ermöglichung von Nachnutzung und Weiterentwicklung durch Dritte - unabhängig von digitaler oder physischer Ausprägung:

Rechtliche Aspekte von Offenheit: Nahezu jedes Medienprodukt - soweit nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet - ist durch Urheber- oder Leistungsschutzrechte geschützt und kann damit nicht ohne Rücksprache verwendet, verarbeitet und verbreitet werden.

Dies gilt auch für Lehr-/Lernmaterialien und -arrangements, sobald sie über die Schrankenbestimmungen für Wissenschaft und Lehre (§ 60 a-f UrhG) hinaus eingesetzt werden, da sie sich meist außerhalb der Regeln wissenschaftlicher Publikationspraxis (Zitatrecht, Peer Review, Eigenständigkeit) bewegen.

Offene Lizenzen (Creative Commons) erlauben Teilen / Partizipieren - über §60a UrhG hinaus: Der Rechtsrahmen für die zur Verfügung gestellten Materialien wird als Lizenz dem Werk sichtbar beigefügt und räumt Nachnutzenden bestimmte Rechte ein.

Open Educational Resources setzen Rechte zur Bearbeitung, Veränderung sowie räumlich und zeitlich unbeschränkter Publikation voraus. Als OER-Goldstandard gelten: CC0, CC-BY, CC-BY-SA. Creative Commons beziehen sich auf Urheberrecht und treffen keine Aussage über Rechte Dritter (Persönlichkeitsrechte, DSGVO).

Räumliche Aspekte: durch Wahl eines für alle Interessierten unbeschränkt zugänglichen und frei auffindbaren Speicherorts (OER-Repositorium).

Technologiebezogene Aspekte: Auffindbarkeit wird über eine Google-Suche hinaus idealerweise durch den Einsatz bereichsspezifischer standardisierter Metadaten gewährleistet und eingegrenzt.

Kosten- und barrierefreie Bearbeitung und Nachnutzung wird über die Verwendung entsprechender Software (möglichst Open Source) erreicht. Über das gebrauchsfertig präsentierte Endprodukt (PDF, fertiges Video, Kurs) hinaus sollte der Zugriff auf offene Produktionsdaten ermöglicht werden (Verlinkung GitHub o.ä. ermöglicht Zugriff auf offene Produktionsdaten)

Publikationsservice

Über das Zentrale OER-Repositorium der Hochschulen in Baden-Württemberg (ZOERR) können Lehrende an Hochschulen offene Lehr-/Lernmaterialien für oder aus der Hochschullehre auffinden bzw. zur Verfügung stellen.

Zudem ist es eine erste Adresse für die (Erst-)veröffentlichung und Präsentation eigener Lehrmaterialien.

Unter oer-admin@ub.uni-tuebingen.de können Sie bei Fragen gerne zum ZOERR-Team Kontakt aufnehmen.

ZOERR

Kontakt

Dieses Bild zeigt Wiebke Hengst

Wiebke Hengst

 

Open Educational Resources; OER-Koordination; digit@L, SDG-Campus

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